Skyspace Lech

Dem Himmel ganz nah im Lichtraum am Berg. Geschaffen von James Turrell. Initiiert und umgesetzt vom Verein Horizon Field.

Skyspace-Lech – Der Lichtraum am Berg

Für seinen Skyspace im Hochgebirge wählte James Turrell den Standort „Tannegg“  in Oberlech auf 1780 Metern Höhe. Zu dem kleinen Hügel oberhalb der Bergstation der Schloßkopfbahn führt ganzjährig ein Wanderweg. Er ist auch von der Skiabfahrt leicht erreichbar. 

Die Entwürfe des Künstlers zeigen ein weitgehend unterirdisch angelegtes Bauwerk, das sich sensibel in die Landschaft einfügt. Der Hauptraum ist mit einer umlaufenden Sitzbank ausgestattet und öffnet sich für den freien Blick zum Himmel. Der Zugang erfolgt über einen 15 Meter langen Tunnel. Der Standort verfügt über eine faszinierende Sichtachse zwischen dem markanten Gipfel des Biberkopfs und dem Ort Bürstegg einerseits und dem Omeshorn andererseits.

  • James Turrell

    Wir sind uns nicht bewusst, dass wir selbst dem Himmel seine Farbe geben. Wir denken, dass alles vorgegeben ist, aber wir haben doch aktiv Teil daran, die Realität, in der wir leben, zu erschaffen.

James Turrell in Lech

James Turrell möchte uns vor Augen führen, wie wir die Welt wahrnehmen. Mit dem Credo „seeing yourself seeing“ umschreibt er seinen künstlerischen Ansatz, der mit einem tiefen Verständnis für natürliche Lebensräume und Landschaft verbunden ist.

In Zusammenarbeit mit der Galerie Häusler Contemporary ist es dem Verein Horizon Field gelungen, James Turrell für den Skyspace-Lech zu gewinnen. Tief beeindruckt von der Hochgebirgslandschaft konzipierte der Künstler im Herbst 2014 den speziell für den Standort Tannegg entwickelten Skyspace-Lech.

Der Skyspace-Lech ist mit einer beweglichen Kuppel ausgestattet. Diese ermöglicht einerseits das künstlerische Konzept „Skyspace“, mit der Öffnung zum Himmel. Anderseits lässt sie aber auch, in geschlossenem Zustand, die Nutzung als „Ganzfeldraum“ zu. Somit ist der Skyspace-Lech einer der wenigen Lichträume dieser Werkserie, in dem zwei sehr wichtige künstlerische Konzepte von James Turrell erlebbar sind.

Bei Einbruch der Dämmerung werden im Skyspace-Lech Wände und Decke in farblich wechselndes Licht getaucht. Der Himmel wird durch die Öffnung als Teil des Raumes empfunden. 

Die Kuppel kann geschlossen und mit dem zweiten künstlerischen Konzept, dem Ganzfeldraum, bespielt werden. Die Wahrnehmung der Betrachter wird irritiert und verzehrt. Die zuvor noch klar wahrgenommene Raumstruktur löst sich auf.

Der Baufortschritt

Im Frühjahr 2015 wurden die Entwürfe von James Turrell vom Projektpartner Baumschlager-Eberle Architekten in Architekturpläne umgesetzt. Im April 2017 konnte der Kunstverein Horizon Field den Bau des Skyspace-Lech beschließen.

Die Arbeiten zur Fertigstellung des Skyspace-Lech sind voll im Gange. In den letzten Wochen wurden die Innenarbeiten, wie Verputz- und Malerarbeiten, der Steinboden und die umlaufende Sitzbank aus Granit ausgeführt. Diese Arbeiten sind insofern sehr anspruchsvoll,  als sie höchsten Qualitäts- und Genauigkeitsanforderungen gerecht werden müssen.

Im Juni und Juli erfolgte dann die Installation der Lichttechnik durch die Firma Zumtobel sowie die Montage der beweglichen Kuppel. Desgleichen wurde die Außenverkleidung des Skyspace-Lech mit den Namenssteinen umgesetzt.

In den kommenden Wochen soll mit der Lichtprogrammierung des Skyspace-Lech und des Ganzfeldraumes das Kunstwerk fertig gestellt werden.

Parallel dazu werden noch Außenarbeiten bzw. die sehr wichtige Renaturierung des Hügels Tannegg ausgeführt. Der Skyspace-Lech wird ab Montag, den 17. September 2018, im Rahmen der Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Im Journal können besonders interessante Bauetappen mitverfolgt werden.

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